Früher wusste man im Dorf ziemlich genau, wer etwas taugte. Man musste dazu keine Menschenkunde studiert haben. Es reichte, wenn man beim Beck, beim Metzger, in der Wirtschaft...
Von der Kunst, die eigenen Stürme zu betrachten
Es gibt Stunden, in denen der Mensch sich selber begegnet wie einem Fremden. Ein Wort fällt. Ein Blick trifft. Eine alte Stelle in der Seele wird berührt. Und schon steigt Wut...
Die Würde der Traurigkeit
Traurigkeit gehört zum Leben wie der Abend zum Tag. Sie kommt nicht immer mit einem Namen. Manchmal folgt sie einem Verlust, manchmal einer Enttäuschung. Und manchmal ist sie...
Die Kunst, nach innen zu hören
Manche Menschen bauen ihr Leben auf Sätzen auf, die sie von andern empfangen haben. Sie nehmen Lehren an, Gebote, Glaubenssätze, Bekenntnisse. Sie fügen sich in Ordnungen ein,...
Vom stillen Reifen
Es gibt Tage, da ist die Seele leicht. Dann geht man wie von selber dem Licht entgegen, und alles scheint einfacher, weiter, freundlicher. Man atmet freier, man glaubt wieder an...
Was ich als Bub für mich behielt
Jetzt sage ich es einmal öffentlich: Ich habe als Bub mit Bäbies gespielt. Mit Puppen also, auf Hochdeutsch gesagt. Das Nachbarskind war ein Mädchen. Wir spielten ein Ehepaar....
Was Verzeihen mit Freiheit zu tun hat
Verzeihen gehört zu jenen Wörtern, die rasch im Raum stehen und doch selten wirklich durchdacht werden. Jeder kennt es. Viele führen es im Mund. Kaum einer meint genau dasselbe....
Angst ist kein guter Hausrat
Im Kachelofen glomm nur noch wenig Holz. Ab und zu fuhr eine kleine Flamme hoch und warf einen unruhigen Schein an die Wand. Dann wurde es wieder still in der Stube, fast zu...
Was Karfreitag mit uns zu tun hat
Es gibt Zeiten, da scheint die Welt wie unter einem dunklen Tuch zu liegen. Vieles wird schwer. Vieles wird still. Und manches im eigenen Leben wirkt plötzlich farblos, als hätte...









